ISG web per Skript auslesen

Zuerst einmal mein Eindruck nachdem ich nun seit einigen Wochen das ISG web habe. Was wird einem für 500 EUR geboten? Antwort: beschämend wenig. Wenn ich das Gerät nicht für meine PV benötigen würde, wäre es definitiv herausgeschmissenes Geld. Natürlich bekommt man eine schöne Oberfläche die einfacher zu bedienen ist als das normale WPMW, aber wie oft muss man da ran?

Was man bei einer Heizung einstellen kann habe ich im letzten Artikel beschrieben. Viel ist es nicht was man optimieren kann, dafür reicht das WPMW.

Was bietet es neben einer hübscheren Oberfläche für die Konfiguration noch? Statistik. Dies ist die Stärke als auch die Schwäche des Moduls. Hier ein Bild:

Die einzigen Statistiken die man bekommt sind über Außentemperatur, Heizenergie und Warmwasserenergie.
ABER: Das ISG web speicher nur 7 Tage!!!
Warum? Keine Ahnung, da ein kleiner Webserver auf einer SD-Karte integriert ist sollte es kein Problem sein die Daten in einer Datenbank vorzuhalten.
Ich wermute: Stiebel Eltron will seine Cloud-Anbindung verkaufen. In der günstigsten Version ISG Basis kostet sie 49 EUR im Jahr (Stand 2019).

Die Verbindung muss ich so oder so aufbauen um später das EMI Update für die Anbindung an die Photovoltaik zu bekommen. Der ISG Basis Tarif ist in den ersten 4 Wochen kostenlos zum Testen einrichtbar und wenn man einen Servicevertrag unterschreibt die ersten 2 Jahre kostenlos. Da man nach 2 Jahren kündigen kann habe ich diese Variante gewählt.

Nach dem Ausfüllen und Abschicken des Formulars dauert es ca. 24h bis man den Code für die Cloud bekommt.

Stiebel Eltron Servicewelt

Was erwartet einen dort? Kurzantwort: Nicht viel:

Nach nun ca. 2 Wochen Test sehe ich dort, dass zumindestens einen etwas größeren Verlauf als 7 Tage habe. Den aktuellen und den letzten Monat. Außerdem kann ich die Betriebsart, die Raumtemperatur und Warmwasser bearbeiten. Wow.
Was mir als ITler aufgefallen ist: Man bekommt einen Benutzernamen und Passwort zugeschickt. Das Passwort lässt sich jedoch nicht ändern!

Daher bin ich schnell dazu übergegangen mir zu überlegen: Kann ich mir die Daten aus meinem ISG web nicht selbst auslesen und in einer Datenbank speichern?

Hier mal ein interessanter Link wie man das Modul ausbauen und hacken kann: https://www.loxwiki.eu/pages/viewpage.action?pageId=24840008 Soweit bin ich aber nicht gegangen, da ich keine Garantie verlieren wollte.

ISG web auslesen: Konzept

Folgendes wird benötigt:

  • Eine Fritzbox oder ein Router mit ähnlichen Funktionen
  • Eine Website mit PHP und einer Datenbank (z.B. MySQL)
  • Ein Cronjob (bieten viele Websitehoster an)
  • ISG web Version 10.0.0 ODER ISG web mit EMI Update Version 2.2.0
  • Grundlegende Webentwicklungskenntnisse / PHP Kenntnisse

Folgendermaßen bin ich vorgegangen:
Das ISG web habe ich in der Fritzbox über Fernzugriff frei gegeben. Dabei sollte man beachten, dass man im ISG web unter Profil > Sicherheit einen Passwort geschützten Zugang definiert, ansonsten kann jeder auf die Anlage zugreifen.
Als nächstes muss das Problem gelöst werden wie man eine statisch abrufbare Adresse bekommt, da sich die IP Adresse ja jeden Tag ändert. Dazu gibt es 2 Möglichkeiten:
1. Man legt sich ein MyFritz Konto an. Dort erhält man eine kryptische aber statische Adresse. Die Fritzbox meldet dann täglich die neue IP beim Fritzbox Konto.
2. Man Programmiert sich einen eigenen kleinen DynDNS service mit PHP. Dazu benötigt man nur eine eigene Website auf de man PHP ausführen kann. In der Fritzbox kann man unter Freigaben > DynDNS: DynDNS Anbieter Benutzerdefiniert nun im Feld Update-URL eine URL angeben die täglich die aktuelle IP übergeben bekommt.

Die fertigen Skripte befinden sich unten im Download, eine detailierte Anleitung dazu habe ich hier gefunden: http://nicht-traeumen-sondern-machen.de/RaspberryPi_Basteleien/DynDNS_mit_Fritzbox.php

Nachdem man nun eine URL hat ist benötigt man noch zwei weitere Skripte:

Eines welches täglich auf die ISG Web Seite geht, die Werte aus dem Quelltext ausliest (eine Schnittstelle konnte ich nirgends finden) und diese in die Datenbank schreibt. Dies geht recht einfach mit dem PHP Befehl curl. Alle Daten der Seite Info > Wärmepumpe http://127.0.0.1/?s=1,1 können so sehr einfach ausgelesen werden. Etwas komplizierter wird es mit den Daten aus den Grafiken der Startseite. Die stehen in einem JavaScript Array. Aber auch das konnte ich (etwas dirty und sehr statisch) auslesen. Dieses Skript ruft man dann täglich über einen Cronjob auf.

Mit einem zweiten Skript zeigt man die Daten aus der Datenbank dann an. Dies kann man sehr einfach mit Hilfe von Google Charts machen oder auch jedem anderen Bibliothek zur Chart Anzeige.

Fertig ist die eigene ISG web Cloud 🙂 Und so sieht meine Seite aus (ja, ich bin Entwickler, kein Designer, es ist eher pragmatisch dargestellt):

Die fertigen Skripte findet ihr hier:
DOWNLOAD: ISG web auslese Skript
Eine ausführliche Readme befindet sich hier: README.txt

Wichtig damit das Skript funktioniert: Es sollte die gleiche Software Version sein, da mit einer Layout Änderung auch das Skript nicht mehr funktionieren würde.
Das ISG web hat bei mir die Version 10.0.0 gehabt.
Mit dem neuen EMI Update zeigt er mir nun die Version 2.2.0 an.

Andere (neuere / ältere ) Versionen können funktionieren, müssen aber nicht.

WPL 10 I Heizung einstellen

Zum Thema Einstellungen der Heizung hat mir ein Stiebel Eltron Techniker folgendes erzählt:

Komfortbetrieb = Normalbetrieb
Eco = Nachtbetrieb
Programm = Schaltet zwischen Komfort und Eco um. Wird bei unserem gedämmten Haus nicht benötigt

Wenn Komfort und Eco Temperaturen gleich sind passiert nichts

Einstellungen -> Heizung
Hier kann man die Temperaturen für die Heizung einstellen. Standard: 21,5
Optimieren: Die Temperatur im Raum auf Max stellen und die Einstellung hier so lange variieren bis es warm genug ist. Dann passt es. Immer so 2-3 Tage testen, möglichst bei bedecktem, gleichmäßigen Wetter. Immer so um 0,5°C verändern, Max um +/- 3°C
Falls man die Temperatur schon zu hoch gestellt hat, kann man bei der Heizkurve Variieren, Standard ist 0,40
Immer so um 0,05 variieren und dann die Temperatur wieder verändern.

Außerdem habe ich ein bisschen bei der Sommertemperatur herumgespielt. Schon bei durchschnittlich 18 °C wird bei mir auf Sommermodus umgestellt, da bei Haus gut gedämmt ist reicht das.
Den Sommermodus im ISG web einzustellen ist übrigens etwas versteckt:
Einstellungen > Heizen > Rechts oben auf die beiden Pfeile > Sommerbetrieb

Heizkurve ist Grobeinstellung, Temperatur ist Feineinstellung.

Wärmespeicher:

Standardtemperatur ist 50°C. Man brauch bei einem neuen Haus keine Angst vor Legionellen haben, da diese nur in stehendem Wasser sich bilden. Gibt es nur bei wenig Nutzung (also nicht in einem EFH) oder bei Rohrabzweigungen, die nicht genutzt werden. Beides ist in einem neuen Haus nicht.

Optimierung Wärmepumpe mit Photovoltaik:

Wer sich näher mit dem Thema Optimierung der Luftwärmepumpe für PV beschäftigen will sollte sich mal diesen ausführlichen Bericht durchlesen: https://www.photovoltaikforum.com/thread/104839-meine-erfahrungen-emi-stiebel-eltron-und-shm/?t=104839&start=80

ISG web für die Luftwärmepumpe WPL 10 I

Wie verbinde ich meine Photovoltaik anlange mit meiner Luftwärmepumpe?

Es gibt mehrere Wege. Zu allererst ist es wichtig, dass die LWP den Standard SG Ready unterstützt. Dies sollten aber die meisten mittlerweile tun.

Für meine Stiebel Eltron WPL 10 I Anlage fand ich im Internet drei Wege um sie mit der PV zu koppeln:

https://www.sma.de/fileadmin/content/global/Partner/Images/partner/solar_academy/Speichertag/PDF/006_Bast_Nutzung_thermischer_Speicherpotentiale-Wärmepumpe_im_Smart_Home.pdf

Stiebel Eltron bietet drei grundsätzliche Lösungswege an, damit die
Wärmepumpe weiß, wann die PV-Energie zur Verfügung steht:

  1. SGready Anwendung (Schwellwertbasierte Lösungen)
  2. Intelligentes Energiemanagement mit Sunny Home Manager
  3. Einbindung in eine Hausautomatisierung

Eine Hausautomatisierung wie KNX besitze ich nicht, daher kam nur Lösung 1 oder 2 in Frage. In jedem Fall benötige ich das Modul ISG web, ohne kann auch Lösung 1 nicht umgsetzt werden.

Lösung 1: den Wechselrichter mit dem ISG web verbinden
Lösung 2: einen Smart Home Manager mit dem ISG web verbinden

Wenn man einen Akku hat, dann benötigt man unbedingt einen Smart Home Manager, von daher bietet sich dann Lösung 2 an. Ich habe mich entschieden diesen Smart Home Manager auch ohne Akku anzuschaffen, Kostenpunkt ca. 500 EUR netto. Ob sich dies dauerhaft wirklich rechnet bezweifel ich, es ist eher Spielerrei.

Auf Seite der Luftwärmepumpe benötigt man das ISG web für ca. 500 EUR sowie die Zusatzsoftware EMI (Energie Managment Interface) für ca. 80 EUR. Damit lassen sich dann der Wasserspeicher und der Heizungsspeicher mit überschüssigem Strom höher als empfohlen erhitzen. Dies verringert zwar den Effizienzgrad, aber der Strom kostet ja nichts. Um die Heizung zu überhitzen benötigt man noch einen Mischer, ansonsten würde das wärmere Wasser direkt in den Heizkreislauf gelangen und die Wohnung wird wärmer.

Einen Mischer besitze ich nicht, von daher kann ich den Heizkreislauf nur leicht überhitzen. Aber ich gehe davon aus, dass ich im Winter, wenn ich sehr viel Heizen muss auf Grund des Wetters und der kurzen Tage eh kaum überschüssigen Strom habe.

ISG web selber an die WPL 10 I anschließen

Das ISG web kann bei Stiebel Eltron nur über eine Sanitärfirma bezogen werden (oder auch aus dem Internet bei einigen Händlern). Die Sanitärfirma würde nur das Modul an die Wand schrauben. Für das Anschießen an die Luftwärmepumpe muss ein Stiebel Eltron Mitarbeiter beauftragt werden, dies kostet ca. 120 EUR netto. Dies kann man sich allerdings auch sparen. Da ich mit der Hotline von Stiebel Eltron telefoniert habe wurde mir gesagt, dass man einfach nur das Kabel laut Anleitung anschließen muss. Gut ein bischen Fachwissen benötigt man trotzdem wie ich festgestellt habe.

Was ist zu tun?
Nachdem man das ISG web an die Wand geschraubt hat gibt es drei Kabel: Strom, RJ45 für das Netzwerkkabel und einen weiteren RJ45 Anschluss für den CAN Bus (oder auch nur Bus genannt). Das Bus Kabel hat, wie in der Anleitung beschrieben, auf der anderen Seite drei Anschlüsse: Weiß für High, Braun für Low und Schwarz für Masse (Erdung). Wichtig zu wissen bei Bus Systemen: Ein Bus kabel kann an einer beliebigen Stelle des BUS angeschlossen werden.

An meiner Luftwärmepumpe ging ein grünes Kabel von der LWP zu einem Verteiler WPMW3 und von dort zum Steuermodul. Daher wollte ich das BUS Kabel am Steuermodul anschließen:

In der Anleitung erkennt man bei X2 die Anschlüsse BUS High, Low und – (Ground, Erdung). Da hier jedoch schon zwei Kabel angschlossen waren, passte ein drittel Kabel nicht mehr in die Anschlussbuchse hinein. Also entschloss ich mich das Kabel direkt an die Luftwärmepumpe (LWP) anzuschließen. An den Eletrokasten der LWP kommt man in dem man zuerst die vordere blende abschraubt (eine Schraube unten und dann hochziehen), danach den grauen Metallkasten nach vorne zieht (übrigens: Rechts ist ein roter Knopf, den benötigt man wenn um die Notabriegelung zu beheben ;), danach rechts und links die beiden Schrauben vom Metallkasten lösen so dass man die vordere Verblendung hochziehen kann.

Dort findet man den Anschluss bei X2 an der Kleinspannung, dort ist auch bereits das grüne Kabel angeschlossen, wobei man nur 3 statt 4 Anschlüsse wie beim gründen Kabel benötigt:

Fertig ist das Anschluss an die LWP und 120 EUR gespart 🙂

Was mich anfangs irritiert hat: am ISG gibt es zwei Lampen, x1 für LAN Anschluss und x2 für CAN Bus. Nachdem ich alles richtig angeschlossen hatte leutete x1 grün auf. Das bedeutet er sucht noch nach einem Netzwerk. Ich konnte das Gerät aber schon erreichen, also funktionierte das ISG web. x2 leuchtete dauerhaft rot was bedeutet, dass es noch keine Verbindung mit dem BUS gibt. Hier habe ich einfach ca. 24h gewartet, danach war x2 auf grün 🙂 Auch für die ersten Werte im Diagramm muss man mindestens 24h warten. Aber wenn man bereits Daten wie die richtige Betriebsart angezeigt bekommt funktioniert alles.

Photovoltaik – Entscheidung

Wir haben uns verschiedene Angebote machen lassen, das Beste kam von der Firma Regitech.

Akku und kein Akku

Mit der Fragestellung des Akkus haben wir uns etwas Zeit gelassen. Das Bauchgefühl sagt „ja natürlich, macht Sinn“. Wenn man es jedoch durchrechnet kommt man zu einem anderen Ergebnis. Die geschätzten Mehreinsparungen würden sich auf ca. 150 EUR pro Jahr belaufen. Nach 20 Jahren (wenn der Akku so lange hält) hätte man also ca. 3000 EUR gespart. Die Anschaffungskosten hätten bei ca. 5500 EUR gelegen.
Im A2 Bauforum in Rheda haben wir uns dann bei verschiedenen Firmen noch einmal beraten lassen, die Aussage war immer, dass es nicht wirtschaftlich ist sondern nur den Autakiegrad erhöht. Die Energieberatung hat uns dazu geraten noch einige Jahre zu warten, dann werden Akkus besser und günstiger. Dies werden wir auch tun.

Welche Anlage

Wir haben uns gegen das Garagendach entschieden, es wäre zwar möglich gewesen dort eine PV Anlage zu installieren, aber komplizierter, da es nicht so stabil wie das Hausdach ist.
Im Ersten Angebot wurden uns Q-Cell Module mit 305 Watt Leistung angeboten, in Summe 7,9 kWp. Allerdings gibt es auch bessere Module.

Welche Module

Besser gibt es in zwei Varianten: zum einen gibt es Module mit mehr Leistung. Zum anderen andere Hersteller. Wir haben uns gegen Q-Cells und für den Anbieter SunPower entschieden. Die dortigen Module bekommen 25 Jahre Garantie (Q-Cells nur die Hälfte) und es gibt Module mit 360 Watt, damit können wir unser Dach mit der größt möglichen Menge für Privatpersonen ausstatten: 9,7 kWp. Dazu wurde uns gesagt, dass die Marke SunPower bessere Module hat die schon ca. 30 min früher das Licht der Sonne einfangen können.

Als Nachteil muss man natürlich aufführen, dass, wenn man den prozentualen Gewinn nach 20 Jahren ausrechnet, die teureren SunPower Module schlechter abschneiden. Sie sind teurer, bringen aber über 20 Jahre nur etwas mehr ein als die günstigeren. Wir haben uns dennoch dafür entschieden, da wir die Module auch noch sehr viel länger wie 20 Jahre nutzen wollen.

Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung sinkt aktuell Monatlich https://www.photovoltaik4all.de/aktuelle-eeg-verguetungssaetze-fuer-photovoltaikanlagen-2017 , dies sind zwar nur wenige zehntel Cent, über 20 Jahre kommen dort aber mehrere hundert EUR bei heraus. Daher drängt die Entscheidung für die PV Anlage, da der Anbieter aktuell mindestens 3 Monate Vorlaufzeit hat.

Kombination mit Luftwärmepumpe

Wir haben noch den Sunny Homemanager mitbestellt, obwohl er für reine PV Anlagen ohne Akku nicht nötig ist. Er wird aber benötigt wenn wir unsere Luft-Wärmepumpe von Stiebel Eltron damit verbinden wollen. Für diese gibt es ebenfalls ein Modul, das ISG web https://www.stiebel-eltron.de/de/home/produkte-loesungen/erneuerbare_energien/regelung_energiemanagement/internet_servicegateway/isg_web.html

Bei überschüssigen Strom wird nun zuerste das Wasser (bei uns leider nur Warmwasser, nicht Heizung) überhitzt, so dass die Stromenergie in Wärmeenergie zur Verfügung steht und damit Warmwasser gespart wird.

Steuer

Bei der Steuer wird es immer etwas komplizierter. Man kann die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen, dann hat man mit der Umsatzsteuer nichts zu tun. Besser ist es aber die Regelbesteuerung zu wählen. Dann muss man in den ersten beiden Jahren zwar monatliche Umsatzsteuervoranmeldung machen, dafür kann man aber in der aller ersten Umsatzsteuervoranmeldung die PV Anlage als Kosten angeben und bekommt die Mehrwertsteuer zurück. Mindestens 5 Jahre muss man dann die, später Quartalsweise, jährliche Umsatzsteuererklärung abgeben. Danach kann man auf Kleinunternehmerregel wechseln.
Zur Beantragung muss man beim Finanzamt das Formular „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ https://www.elster.de/eportal/formulare-leistungen/alleformulare/fseeun ausfüllen und bekommt dann für die PV Anlage eine neue Steuernummer, die man in der Umsatzsteuer angeben kann.

Was mir beim Ausfüllen des Formulars geholfen hat ist dieses Muster: https://www.kirchner-solar-group.de/wp-content/uploads/2016/06/fragebogen_muster.pdf

Hier wird auch noch einmal alles ausführlich beschrieben, das Steuerformular ist aber ein veraltetes, die Zeilen sind nicht mehr passend: https://www.photovoltaikforum.com/thread/47679-planungshilfe-für-fotovoltaikanlagen-dach/?t=47679

Photovoltaik Evaluation

Bisher war ich sehr skeptisch ob sich eine PV Anlage wirklich rechnet.

Es gibt jedoch durchaus interessante Angebote von den Stadtwerken bei denen die Stadtwerke eine PV Anlage auf das Dach bauen und man dafür 18 Jahre lang eine Miete zahlen muss, z.B. 100 EUR/Monat. Nach ablauf der Zeit gehört die Anlage dem Mieter. Insgesamt bezahlt man so wahrscheinlich ca. 30% mehr für die Anlage. Wenn man aber durch die Anlage 100 EUR im Monat spart (man hat ja auch Einnahmen durch die Einspeisung) ist es quasi eine Win-Win Situation.

Günstiger ist es natürlich wenn man sich die Anlage ein eigenem Geld leisten kann oder einen guten Kredit bekommt.

Was mich noch einmal zum überdenken meiner bisherigen Skepsis gebracht hat ist ein Bericht von Stiftung Finanztest 10/2018: https://www.test.de/Solaranlage-Gute-Renditen-sind-moeglich-und-so-gehts-5250676-0/

Dort wird davor gesprochen, dass man ohne Batterie eine Rendite von über 7% erreichen kann und mit Batterie ca. 3%.

Was ich in meinen bisherigen Berechnungen unterschätzt hatte ist die Einspeisevergütung. Diese ist zwar nicht mehr so gut wie in der Vergangenheit, aber mit 11 bis 12 Cent pro kW/h immer noch OK. Laut Finanztest rechnet sich eine Anlage sogar ganz knapp wenn man 100% einspeisen würde und keinen Eigenverbrauch hat.

Auf einem Vortrag habe ich noch die folgenden Dinge gelernt:

  • Ohne Batterie darf man maximal 70% des Stroms einspeisen
  • Mit Batterie darf man maximal 50% des Stroms einspeisen
  • Die Konzepte mit Cloud Strom sind zwar sehr interessant, aber sehr kompliziert. Jeder Anbieter hat sein eigenes Vertragswerk und der Teufel steckt im Detail. Damit sind sie auch schwer vergleichbar

Das WICHTIGSTE was ich dort gelernt habe ist, dass ich mein Hauptproblem gelöst bekomme: Ich habe 2 Stromkreise, einen für die Wärmepumpe und einen für Normalstrom. Es ist möglich in beide Stromkreise einzuspeisen!! Damit erhöht sich der Eigenverbrauch natürlich schlagartig um 100% (ich hatte gemessen, dass ich im Sommer in beiden Kreisläufen ähnliche Verbrauche hatte, im Winter wird natürlich die Heizung mehr verbrauchen, aber auf Grund der kurzen Tage wird die PV hier auch nur mäßig helfen).

Das ganze läuft bei Westnetz unter dem Namen „Meßkonzept 8“. Mein einziges Problem war nun nur noch, dass ich 500m falsch wohne. Ich wohne auf der Grenze zwischen Schloß Holte und Stukenbrock, offiziell in Stukenbrock und hier ist Westfalen Weser Netz zuständig. Dort gibt es das Meßkonzept 8 noch nicht. Auf mehrfache und wehementer Nachfrage wurde mir aber signalisiert, dass diese Konzept aktuell evaluiert wird und mir wurde vorsichtige Hoffnung gemacht 🙂

Um die Fläche voll auszunutzen werde ich nicht nur mein Hausdach sondern auch die Garage mit PV anlagen belegen. Als Privatperson kann man bis maximal 10 kVp betreiben, danach muss es als gewerblich gemeldet werden und ist steuerlich anders zu betrachten.

Angefragt habe ich bei verschiedenen Firmen die mir auch unterschiedliche Größen der PV Anlagen anbieten. Zum einen bei Firma Obeleur (Angebot steht noch aus) als auch bei nova solartechnik aus Rietberg (haben beim Vortrag ein gutes Bild gemacht) und bei Regetech aus Bad Sassendorf.

Die Angebotene Leistung der Anlagen schwankt zwischen 6,5 kVp bei dem teuersten Angebot (nova solar) und 7,9 kVp bei dem günstigsten Angebot Regetech.

Zur Zeit warte ich noch auf den Bescheid von Westfalen Weser Netz, danach werde ich mich für einen Anbieter entscheiden.

Artikel wird fortgesetzt…

Sicherheitsgitter Kellerfenster

Wie uns von der Polizei geraten wurde haben wir nun für unsere Kellerfenster Sicherheitsgitter gekauft. Die Kellerschächte sind nicht verschlossen, was jedoch meist auch nicht sehr sicher ist. Da unsere Kellerfenster ganz normale Fenster ohne besondere Sicherheitsmerkmale. Es wäre also ein leichtes, dass ein Einbrecher dort einsteigt.

In den Baumärkten habe ich nur Sicherheitsgitter ohne Sägeschutz gesehen.

Fündig bin ich im Internet geworden:

https://www.sicheres-heim.com/straeb-abus-sicher-shop/keller-sichern/gitter_securix_vario.html

Die Gitter machen einen Stabilen Eindruck. Man sägt sie auf die gewünschte Länge ab und schraubt sie außen vor die Kellerfenster. In die Schrauben kommt danach ein Sicherheitsbit (im Lieferumfang enthalten), so dass man sie nicht mehr losschrauben kann.

Bei dem Shop handelt es sich um eine Firma die nebenher einen Shop betreibt. Auf Anruf ist jemand erreichbar, ist also alles seriös, daher konnte ich sogar etwas Geld sparen in dem ich per Vorkasse bezahlt habe.

Gartenhütte

Wir haben uns für das Gartenhaus Alfred von Hornbach entschieden: https://www.hornbach.de/shop/Gartenhaus-Alfred-mit-Fussboden-238×238-cm-natur/5633482/artikel.html

Der Hauptgrund war, dass dieses Haus ein Ausstellungsstück gewesen ist und damit im Herbst zur Hälfte des Preises abgegeben wird, allerdings muss man es auch selber abbauen. Das Gartenhaus ist zwar nicht riesig aber groß genug um die Gartengeräte unterzubringen. Dazu habe ich noch mit einem Brett und ein paar Winkeln ein Regal eingebaut und auf der anderen Seite ein Brett angeschraubt an dem ich für die Gartenwerkzeuge eine Hakenleiste angebracht habe.

Doch bevor wir das Gartenhaus aufgestellt haben musste die Fläche vorbereitet werden. Das Gartenhaus ist ca. 2,4m x 2,4m groß, um etwas Platz drumherum zu haben habe ich eine Fläche von 3m Breite und 3,5m Länge vorgesehen.

Diese Fläche habe ich dann 10cm tief und gerade ausgehaben. Darauf habe ich ca. 8cm Kies gefahren um einen Festen Untergrund zu haben. Bei ebay Kleinanzeigen habe ich mir dann günstig große Platten gekauft in der Größe 50x50cm. Die sind zwar etwas unhandlicher aber günstig und schnell verlegt. Aber schwer, 25kg pro Stück! Da die meisten Platten eh unter die Hütte kamen, war die Optik egal. Nur die, die man vor und neben der Hütte sehen konnte wurden neu gekauft.

Den Kies habe ich grob mit einer großen 2m Wasserwaage gerade verteilt. Zum Verlegen der Platten musste es aber genauer sein. Dazu nimmt man 2 lange Eisenstangen (ca. 1-2cm Durchmesser), legt sie in waage in den Kies und zieht den Kies darüber ab. So erhält man eine gerade Fläche um die Steine zu verlegen. Mit einem Gummihammer (Fäustling mit Gummiaufsatz) kann man kleine Unebenheiten noch ausgleichen 😉

Der Abbau der Hütte war recht einfach, da sie im Wesentlichen genagelt ist. Bis auf die Bodenfläche und die Türen mussten wir jedoch alles in seine Einzelteile zerlegen. Dies hat aber auch den Vorteil, dass man bereits sieht, wie das Gartenhaus aufgebaut werden muss. Die Teerpappe vom Dach konnte leider nicht sauber abgezogen werden, so dass man sie nicht noch einmal verwenden kann. Der Abbau dauerte ca. 3-4h, was recht zügig war im Gegensatz zum Aufbau.

Den Boden habe ich vor dem Aufbau gereinigt (von unten) und auch von unten einmal gestrichen. Außerdem haben wir einige Teerpappreste unter das Holz angebracht, welches auf dem Boden liegt um es besser vor Feuchtigkeit zu schützen.

Der Aufbau der Wände ging sehr schnell. Aufwändig war das Dach. Hier habe ich die Nägel entsorgt und mir Schrauben besorgt, damit es besser hält. Es dauert jedoch seine Zeit 60 Bretter mit je 2 Schrauben zu befestigen.

Das Dach haben wir wieder mit Teerpappe ausgestattet. Am Besten wäre Teerpappe die man aufbrennt. Mangels Brenner haben wir uns für normale Teerpappe entschieden, diese aber in 2 Schichten aufgebracht. Die erste Schicht haben wir festgetackert, die zweite Schicht nur dort getackert wo es noch überlappt wurde. Die Überlappungen haben wir dann mit schwarzem Kaltkleber verklebt. Dies ganze hat fast einen Tag benötigt. ebenso aufwändig war die Anbringung der Dachrinne, da diese Gefälle haben muss. Hier haben wir uns für eine einfache Kastenrinne entschieden und sie hinten überstehen lassen, so dass das Wasser ins Gebüsch fließt. Außerdem haben wir etwas Teerpappe so angebracht, dass sie in die Dachrinne reicht. Das herunterlaufende Wasser hat sich nämlich gerne am Dach wieder hochgezogen.

Danach kam das Anstreichen. Zuerst eine Holzgrundierung aufgetragen und dann alles 2-3 mal gestrichen. Innen habe ich es ebenfalls 2x gestrichen, da ich es dort wahrscheinlich nie wieder so einfach streichen kann.

Kostenmäßig war die Gartenhütte zwar günstig, aber man muss bedenken, dass man mit der Teerpappe, den Dachrinnen, der Farbe und sonstigen Kleinigkeiten auch noch viele Nebenkosten hat die auch noch einmal ca. 200 EUR ausmachen.

Brunnen

Ein frisch angepflanzter Garten brauch natürlich viel Wasser. Zu doof, dass das Jahr 2018 eines der trockensten seit langem war. Im Besten Monat hatten wir über 35m³ Wasserverbrauche nur für den Garten!

Da man für im Stadtwasser auch immer Abwasser in gleicher Menge zahlt, waren dies sehr teure Sommermonate, dies sollte nicht noch einmal passieren. Was aber ist der Beste weg? Es gibt zwei Alternativen:

1) Einen Extra Stromzähler für das Außenwasser. Dieser kostet 16 EUR im Jahr. Bei einer Abwassergebühr von ca. 1,55 EUR rechnet sich dieser also ab 10m³ Wasserverbrauch. Dies sind 10000L. Eine ganze Menge. Daher wurde uns zumeist davon abgeraten. Außerdem kommen noch die einmaligen Umbaumaßnahmen hinzu. Bei einem solch trockenen Sommer kann sich dies aber doch ganz leicht rechnen. Die Umbaumaßnahmen waren jedoch teurer als gedacht. Insbesondere die von der verlangte Halterung für den Zähler kostet EK zwischen 50-100 EUR. Dazu noch die für die Umbaumaßnahmen nötigen Rohre und Materialien. Das günstigste Angebot lag bei ca. 200 EUR all in. Daher die Überlegung der zweiten Möglichkeit.

2) Einen Brunnen bohren, oder besser gesagt spülen. Hierbei muss man mit ca. 1000 EUR rechnen, allerdings hängt das Stark von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen ob gebohrt oder gespült werden kann. Eine Bohrung ist immer recht teuer, schnell auch meherere Tausend EUR. Unsere Spülung hat uns ca. 400 EUR gekostet vom Handwerker Thal. Dort erfuhren wir auch, dass wir hier in Schloß Holte super Senne Sandboden haben, wäre auch optimal für eine Erdwärmepumpe gewesen, hätten wir dies vorher gewußt. Die Spülung geht an sich sehr schnell. Im Vorfeld muss neben dem angepeilten Spülloch ein 1m³ großes Erdloch gegraben werden für den hochgespülten Schlamm. Mit einer sehr großen und starken Pumpe wird dann ein Schlach in die Erde geführt. Das Spülen hat ca. 1h gedauert und wir sind ca. 25m tief.
Der zweite Kostenfaktor ist die Pumpe. Hier kann man bereits günstige Pumpen ab 150 EUR von Gardena kaufen. Uns wurde aber davon abgeraten, da diese Pumpen meist nur einige Jahre hilten. Als Alternativen wurden uns die Marken Grundfos und Avag genannt. Grundfos ist die hochwertigste, aber auch entsprechend teuerste. Wir haben uns für die Avag CAM 100 entschieden und diese inkl. Einbau für unter 500 EUR bekommen. Kein Schnäppchen, aber dafür erhoffe ich mir, dass sie 30 Jahre halten wird. In dem Preis waren allerdings auch die Kleinteile wie Rückschlagventil enthalten. Wenn man diese in guter Qualität und aus Messing nimmt, kosten alle Teile auch ca. 100 bis 150 EUR.

Gartenzaun

Wir haben uns jetzt für einen Doppelstabmattenzaun von Großewinkelmann entschieden. Der Händler Johannknecht in Gütersloh hat uns dafür ein gutes Angebot unterbreitet.

Der Referenzpreis war der von Hornbach. Prinzipiell konnte das Angebot mit den Preisen mithalten. Wir haben uns aber an einigen Stellen für die Hochwertigere Variante entschieden, daher ist es teurer. Andererseits hat man diese Option bei Hornbach gar nicht.

Was ich für einen Doppelstabmattenzaun benötige:

  • Gitterzaunmatte
  • Gitterpfosten
  • ggf. Gitter-Eckpfosten
  • evtl. eine Tür, wir haben 1m Breite
  • Sichtschutzstreifen
  • Beton sowie Kies, 08 oder 016 Körnung. Dies ist die günstige Variante, man kann auch fertigen Beton kaufen, dieser wäre dann aber doppelt so teuer. Dafür gibt es schnellhärtenden Beton.

Problematischer war es ein bezahlbares Angebot für den Aufbau zu bekommen. Gute Erfahrungen haben wir über MyHammer gemacht, aber auch dort hätte der Aufbau noch deutlich über 1000 EUR gekostet (inkl. Randsteine setzen).

Wir haben nun einen Anbieter gefunden, der den Zaun mit uns zusammen aufbaut, denn im Wesentlichen Benötige ich Hilfe beim setzen der Pfosten und der Randsteine. Das Anschrauben der Zaunmatten oder das Einpfechten des Sichtschutzes kann von uns erledigt werden.

Nachtrag: Wir haben uns nun gegen die Randsteine entschieden, wir werden nur eine Rasenmähkante unter den Zaun verlegen, dies sollte ausreichen.

Photovoltaik Anlage – Analyse Cloud Strom von E-On

Lange haben wir überlegt ob wir eine PV Anlage auf unser Dach machen, aktuell haben wir uns aber dagegen entschieden. Das hat mit den folgenden Konstellationen zu tun:

Die Eckdaten:

  • Auf unser Dach passen zwischen 5-6 kwp
  • Wir heizen mit einer Luft-Wärmepumpe, d.h. wir beziehen nur Strom als Energie
  • Wir haben zwei Stromzähler, einen für Heizstrom, einen für Normalstrom

Es gibt die drei folgenden Möglichkeiten bei einer PV Anlage

  • Nur PV Anlage ohne Batterie, würde bei uns ca. 7.000 EUR kosten, plus Installation, allerdings kann man die MwSt. absetzen
  • PV Anlage mit Batterie. Eine Batterie kostet zwischen 5000 EUR und 7000 EUR. Die müssen auch erst wieder erwirtschaftet werden
  • PV Anlage ohne Batterie (geht auch mit) aber mit „Cloud-Strom“

Aktuell ist es zwar sehr gut, dass wir zwei Stromkreise haben, für Heiz- und für Normalstrom, eine PV Anlage kann aber nur an einen Stromkreis angeschlossen werden. Da man auf beiden Stromkreisen eine Gewisse Grundlast hat aber auch Peaks, verringert dies natürlich deutlich die möglichen Einsparungen.

Batterie

Eine Batterie kommt für uns zur Zeit nicht in Frage. Zum einen habe ich von Freunden gehört, dass sie viele Probleme mit Ihrer Batterie hatten, zum anderen traue ich der Lebensdauer noch nicht viel zu. Auch kosten sie fast soviel wie die gesamte PV Anlage. Dafür kann man aber eine Förderung auf einen Kredit für eine Batterie bekommen, für die PV Anlage gibt es in NRW keine Förderungen.

Da wir keine Batterie haben wollen, könnten wir mit einer PV Analge nur die Grundlast eines Stromkreises abdecken und dies auch nur tagsüber. Damit sich das alles rechnet müsste sich man schon eine große Grundlast auf einem der beiden Stromkreise haben und auch diese wird nur Tagsüber gedeckt.

Meine Recherchen ergaben, dass man ca. 20-30% des Bedarfs mit der PV Analge spart. Dies reicht nicht um in 10-15 Jahren die Investitionen wieder einzuspielen. Wenn ich von ca. 1000 EUR Stromverbrauche (für einen Zähler) ausgehe wären dies jährlich maximal 300 EUR. Für 7000 EUR Invest bedeutet dies ca. 23 Jahre Amortisation. Dazu müssen noch Wartung und Versicherung abgezogen werden. Bei einer Lebensdauer von 20-30 Jahren für die Module ist diese Rechnung Grenzwertig.

Cloud-Strom

Cloud-Strom verfolgt das Prinzip, dass ich keine Batterie habe sondern den nicht genutzten Strom einspiele. Dafür bekomme ich dann quasi keine Vergütung, wie es im Normalfall wäre, sondern eine Gutschrift beim Stromlieferanden. Wenn ich tagsüber mehr Strom produziere als ich benötige baue ich ein Guthaben auf, Nachts kann ich dann von zehren, oder wenn es wieder länger sehr bewölkt ist oder im Winter. Das Prinzip ist in Wirklichkeit etwas komplizierter, aber läuft auf das Selbe hinaus.

E-On Cloud Strom

Das Prinzip hört sich gut an, hat aber auch haken. Zum einen kostet die Nutzung der Cloud Geld, klar, der Stromlieferant, in unserem Fall haben wir mit E-On gesprochen, will ja auch daran verdienen. Bei uns wären es c. 42 EUR monatlich. Die müssen dann auch erwirtschaftet werden. Dafür spart man sich aber die Investition einer Batterie, daher klingt es immer noch interessant.
Jetzt kommt aber das zweite, große aber: E-On macht den Cloud Strom nur, wenn man die PV Anlage von E-On kauft und errichten  läßt. Für den Preis, den E-On allerdings für die PV Anlage OHNE Batterie haben will, ca. 15.000 EUR, kann ich mir eine PV Anlage mit Batterie auf mein Dach setzen.

Generelles Aber

Außerdem gibt es generell ein weiteres großes aber: Auch mit Batterie oder Cloud Strom deckt man nur ca. 80% seines Bedarfes ab, d.h. man hat immer noch zusätzlich Stromkosten, zumindest in unserer Konstellation. Evtl. wäre es mit einem größeren Dach besser. Wobei man als Privatperson nur eine PV Anlage bis kleiner 10.000 kwp errichten sollte, danach gilt es als gewerblich.

 

Daher komme ich in unserem Fall zu dem Schluss, dass sich keiner der Möglichkeiten finanziell rechnet. Es könnte sich ändern wenn die Batterien besser und günstiger werden oder es vernünftige Cloud Strom Konzepte gibt.