Heizung: Gas-Solar vs. Luftwärmepumpe

Hier mussten wir entscheiden ob wir eine Gas-Solar Heizung oder eine Luftwärmepumpe haben wollen. Anderes kam für uns nicht in Frage.

Im Internet findet man einige Informationen dazu:

Wäremepumpe: http://www.zuhause.de/waermepumpen-das-muss-man-wissen/id_59413770/index

Vergleich Gas-Wärmepumpe: https://www.thermondo.de/ratgeber/kosten/heizsysteme-vergleich/ bzw. http://www.energiesparen-im-haushalt.de/energie/storage/sites/vergleich-oelheizung-gasheizung.html

http://www.klima-innovativ.de/pages/kosten.html

 

Doch was sagen die Experten dazu, allzu auskunftsfähig und vertrauenswürdig ist das Internet nicht.

Gas Solar:
Die meisten (älteren) Bauleiter empfehlen eine Gas-Solar.
Vorteil:

  • Es ist ein erprobtes System
  • In der Anschaffung häufig günstiger (wenn man die Anschlusskosten nicht betrachtet)

Nachteile:

  • Es fallen regelmäßige Wartungsarbeiten an, daher wird es gern von Heizungsinstallateuren empfohlen
  • Man benötigt einen (kleinen) Schornstein, damit fallen auch jährlich Kosten für den Schornsteinfeger an
  • Man benötigt einen Gasanschluss. Diese Kosten (ca. 2500€-3000€) machen den Kostenvorteil meist wieder weg
  • Solar benötigt man für KfW, bringt aber aus Erfahrung (mit mehreren Bekannten gesprochen die dies Protokollieren) nur geringe Ersparnisse. Diese liegen teils nur wenig über den Investitionskosten (Solaranlage muss ja auch nach 20 Jahren mal gewechselt werden)
  • Abhängigkeit von Fossilem Rohstoff

 

Luftwärmepumpe

Vorteile:

  • Wartungsarm
  • Extra Wärmestromtarif (Achtung: dafür wird ein extra Stromzähler benötigt) (https://www.eon.de/pk/de/strom/heizstrom/grundversorgung-heizstrom.html)
  • Kann mit Photovoltaik + Speicherbatterie ergänzt werden, so dass man Strom zum Eigenverbrauch produziert
  • Sehr effizient im Zusammenspiel mit Fußbodenheizung

Nachteile:

  • Teurer in der Anschaffung
  • Abhängig vom Strompreis
  • Teuer wenn es sehr kalt wird, dann muss der Heizstab zugeschaltet werden. Diesen sollte man aber nicht komplett ausschalten um kosten zu sparen, er muss täglich das Wasser kurz aufheizen um Legionellenbildung vorzubeugen.

 

Wir haben uns für eine Luftwärmepumpe entschieden. Besser soll noch eine Wärmepumpe mit Erdwärme sein, aber wir glauben nicht, dass sich die Bohrkosten (600€-9000€) rechnen.

Bei der Luftwärmepumpe muss noch noch entscheiden ob man eine mit Außengerät oder ohne haben will. Die mit Innengerät ist natürlich ca. 1000€ teurer. Dafür hat man kein Außengerät, auch wenn es so laut sein soll wie ein Kühlschrank (also absolut ertragbar) ist es unschön anzusehen und ein Störfaktor.

Bei der Innen-Variante kann man, wenn man eine Lüftungsanlage besitzt, noch folgende Eigenbaukonstruktion machen: Auch wenn die Lüftungsanlage eine Wärmerückgewinnung hat ist die Ausgehende Luft immer noch über 0 Grad. Daher kann man den Abluftschlauch der Lüftungsanlage ca. 1m durch den Ansaugschlauch der Luftwärmepumpe führen. Dadurch wird die Luft etwas erhitzt und die Luftwärmepumpe hat einen besseren Wirkungsgrad.

 

Wir haben uns für eine Stiebel-Eltron Wärmeluftpumpe entschieden: WPL 10 I
Die gleiche gibt es aber auch mit Außengerät.

Versicherungen: Bauleistungsversicherung, Bauherrenhaftpflicht, Wohngebäudeversicherung, Risikolebensversicherung

Für Bauherren Pflicht sind die Versicherungen:

  • Bauleistungsversicherung
  • Bauherrenhaftpflicht

Außerdem sollte man eine Wohngebäudeversicherung abschließen. Diese ist in der Regel im ersten Jahr kostenlos und beinhaltet eine Feuerrohbauversicherung für die Bauzeit.

Bauleistungsversicherung:

Hier eine gute Bewertung von Versicherungen, auch wenn sie schon ein paar Jahre alt ist (2011):
https://www.test.de/Bauversicherungen-Die-besten-Angebote-fuer-Bauherren-4225208-4225221/

Wichtige Punkte:

A: Verlust durch Diebstahl von mit dem Gebäude fest verbundenen Bestandteilen.
B: Glasbruch ab Einsatz bis zum Bauende (nicht nur bis zum fertigen Einsatz).
C: Schäden durch Sturm und Leitungs­wasser an vorzeitig fertiggestellten Teilen des Bauwerks.

Wir haben uns entschieden für: Wir haben uns hier für die WGV entschieden. Alles drin, guter Preis. Leider selbstbeteiligung von 250 EUR, das haben wir in Kauf genommen.

Bauherrenhaftpflicht:

Ebenfalls auf der Seite eine Übersicht für diese Versicherungen: https://www.test.de/Bauversicherungen-Die-besten-Angebote-fuer-Bauherren-4225208-4225220/
A: Sach­schäden durch Senkung eines Grund­stückes oder Erdrutsch.
B: Schäden infolge von Gewässerveränderungen, wenn die gewässerschädlichen Stoffe aus Behältern mit geringem Fassungs­vermögen stammen, deren Inhaber der Bauherr ist.
C: Sach­schäden durch Erschütterungen infolge von Rammarbeiten.
D: Sach­schäden durch die allmähliche Einwirkung von Temperatur, Gasen, Dämpfen, Feuchtig­keit und Nieder­schlägen.
E: Gesetzliche Haftpflichtansprüche aus dem ­Gebrauch von Kraft­fahr­zeugen bis 6 km/h durch den Bauherrn oder private Bauhelfer.
F: Gesetzliche Haftpflichtansprüche aus dem Gebrauch von selbstfahrenden Arbeits­maschinen bis 20 km/h durch den Bauherrn oder private Bauhelfer.

Wir haben uns entschieden für:
Wir haben uns hier für die Medien Versicherung entschieden, eine Tochter der Generali. Warum haben wir uns hier nicht auch für die WGV entschieden? Dort ist die Veränderung des Grundwasserspiegels nicht enthalten, dies halten wir doch für ein Risiko. Und obwohl die Medienversicherung 30 Euro teurer war (Einmalbetrag) wollten wir hier lieber die bessere Variante wählen.

Wohngebäudeversicherung:

Einen guten Test bekommt man in der Ausgabe Finanztest 5/2016 (https://www.test.de/Wohngebaeudeversicherung-Mehrere-hundert-Euro-Ersparnis-sind-drin-4255878-0/)

Wir haben uns entschieden für: WGV
Die WGV hatte das Beste Preis/Leistungsverhältnis. Wir hatten uns auch noch die Huk Coburg angeschaut, sie hat das Rennen knapp verloren. Der Preis war einige Euro teurer (evtl. noch verschmerzbar) aber dafür weniger Leistung, laut Finanztest fehlt B:Ableitungsrohre auf dem Grundstück

 

Risikolebensversicherung:

Für die Absicherung des Kredits empfiehlt sich eine Risikolebensversicherung. Einige Banken verlangen dies auch. Sie ins sinnvoll um den Tod des Ehepartners abzusichern, so dass ein Teil der Schulden unverzüglich nach dem Tod des Ehepartners getilgt werden und man auch alleine die restlichen Raten bezahlen kann. Hier kommt es auf die Laufzeit und die Höhe der Sicherung an. Man kann sich überlegen, muss ich wirklich die komplette Laufzeit von z.B. 30 Jahren absichern, nach ca. 20 Jahren sind schließlich nur noch wenige Schulden übrig.

Wir haben von verschiedenen Banken Angebote bekommen. Das günstigste Angebot kam von MLP die uns die Europa Versicherung empfahl. Hier gibt es auch das Konzept über die komplette Laufzeit abzusichern, aber mit fallenden Beiträgen analog zur Restschuld.

 

Erfahrungen:

Die meisten Versicherungen haben kein gesondertes Interesse eine Bauherrenhaftpflicht oder eine Bauleistungsversicherung zu verkaufen, da dies kleine und einmalige Beträge sind. Daher möchten sie meist alles zusammen verkaufen. Natürlich kann man hier auch online welche abschließen.

 

Finanzierung

Bei der Finanzierung ist es natürlich wichtig sich mehrere Angebote einzuholen und ein gutes Konzept vorgeschlagen zu bekommen.

Generell haben wir folgendes gelernt:

  • keine Lebensversicherungen: Falls eine Finanzierung über Lebensversicherung gemacht werden soll, sollte man dies in der aktuellen Niedrigzinszeit ablehnen. Zwar klingt das Angebot erst verlockend: Statt Zinsen zu zahlen legt man das Geld in einer Lebensversicherung an. Diese bringt Überschüsse und Zinsen (wenn sie z.B. in einen Fond investiert). Uns wurden hohe Zinsen  ( >5%) versprochen. Wenn es so käme wäre es eine super sache, man zahlt in die Lebensversicherung ein und am Ende tilgt man mit dem eingezahlten Kapital die Schulden. Zusätzlich hat man noch Zinsen erwirtschaftet und geht mit plus raus. Nachteil: ES GIBT KEINE ZINSEN und ÜBERSCHÜSSE!! Nicht zur Zeit. Dafür aber die Hohen kosten. Und natürlich die Abschlussgebühren für die Vertreter, die rechnen sich noch immer (für die Verkäufer).
    Ein Vorteil der Lebensversicherung sollte noch sein, dass man dann keine Risikolebensversicherung mehr benötigt. Stimmt, aber die Kosten rechtfertigen keine Lebensversicherung.
  • kein Bausparvertrag(https://www.fmh.de/zinsen-vergleiche/hypothekenzinsen/weg-zur-besten-baufinanzierung/teil-8-fallstricke-beim-bausparen): In der Regel lohnt es sich nicht einen Bausparvertrag abzuschließen. Der Grund sind nicht die Einmalkosten für den Vertrag sondern, dass man in der Ansparphase nicht tilgt und somit den Zins verringert. Man sollte sich hier die Gesamtkosten (Darlehnt + Zinsen + Kosten) zusammen rechnen (lassen) um ein Konstrukt mit einem Bausparvertrag mit einem langfristigen Darlehn zu vergleichen.
    Bei einem Bausparvertrag muss man außerdem beachten, dass die Zuteilung nicht zum entsprechenden Datum der Fälligkeit garantiert werden kann

 

Debeka:
Hatten uns nur Vorschläge mit Bausparvertrag und/oder Hypothekendarlehn (Lebensversicherung) gemacht. Sind raus.

 

Volksbank:
Interessante Alternative vorgeschlagen:
100.000 KfW55 Kredit über 20 Jahre Sollzinsbindung, Laufzeit 30 Jahre
50.000 in Wohn KfW (oder ein Bankadäquat), nur 10 Jahre Laufzeit. Dieses wird als erstes in den 10 Jahren komplett getilgt
Rest in langfristiges Darlehn mit 30 Jahre Laufzeit/Sollzinsbindung. Die Tilgung wird 10 Jahre ausgesetzt bis der Wohn KfW abbezahlt ist, dann in 20 Jahren diesen Kredit

 

Sparkasse:
100.000 KfW55 Kredit über 20 Jahre Sollzinsbindung, Laufzeit 30 Jahre
50.000 in Wohn KfW (oder ein Bankadäquat), nur 10 Jahre Laufzeit/Zinsbindung. Restschuld
Rest in langfristiges Darlehn mit 30 Jahre Laufzeit/Sollzinsbindung.

MLP:
Das Vorhaben mit dem Bausparvertrag haben wir abgelehnt.
Danach gab es eine gute Darlehnsempfehlung von der Allianz, die einen attraktiven Zins bot.

 

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UPDATE 03.02.2017
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Ein schwarzer Freitag. Gestern bekamen wir einen Anruf, dass sich zum Freitag hin der KfW Zinssatz für die 20 jährige Anlage zum zweiten mal innerhalb von 3 Wochen erhöht! Damit ist er seit Anfang des Jahres um 0,5% gestiegen auf nun 2,25% und uninteressant geworden. Die Bank konnte uns aber schnell genug noch die alten Konditionen für 14 Tage sichern.

Für die Volksbank und MLP kam die Meldung zu spät, dort konnte der Zinssatz nicht mehr gesichert werden.

Dann kam die zweite schlechte Nachricht. Für den KfW Kredit benötigen wir die „KfW Bestätigung vor Durchführung“ vom Statiker. Allerdings teilte uns unser Bauleiter Meierhoff mit, dass er es NICHT hinbekommt das Haus auf KfW55 zu bringen, zumindest nicht im angegebenen geschätzten Rahmen, es war ein Aufpreis von ca. 12.000 EUR geschätzt worden. Damit steht natürlich auch langsam die Wirtschaftlichkeit in Frage.

Gute Nachricht:
Von MLP bekamen wir eine gute Nachricht: Wir können auch die gesamte Summe mit einer 30 jährigen Laufzeit bei der Allianz anlegen und dies sogar günstiger als bei den Angeboten von den anderen Banken und auch günstiger als der neue KfW Kredit, nämlich für 2,18%. Ein kleiner Wehmutstropfen ist nur die kurze bereitstellungsfreie Zeit von 9 Monaten. Man kann sich das ganze auch online durchrechnen lassen unter https://www.allianz.de/recht-und-eigentum/baufinanzierung/rechner/

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UPDATE 21.03.2017
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Es hat jetzt einige Zeit gedauert bis wir alle Unterlagen zusammen hatten die wir für die Finanzierung benötigen. In der zwischenzeit hat sich auch noch einiges verändert was für die Finanzierung relevant ist:

KfW:
Da wir Vollunterkellert, aber nur einen Nutzkeller haben wurde uns gesagt, dass die Kosten für die Erreichung des KfW mehr als geschätzt steigen würden, da die Dämmung extrem erhöht werden müsste. Da nun der KfW Kredit von den Konditionen her nicht mehr interessant war entschieden wir uns gegen KfW 55. Leider hatten wir nicht allzu lange etwas von dem gesparten Geld…

Angebotserhöhung:
Die ersten Angebote sind eingegangen bzw. bereits unterschrieben. Leider waren insbesondere bei den großen Gewerken (Rohbau, Dach) die Schätzung deutlich zu niedrig. Der Rohbau wurde in Summe 20.000 EUR teurer, Dach auch über 8000 EUR teurer. Ebenso wurde Elektro um 3000 EUR teurer, hier hoffen wir durch Eigenleistung den Preis noch drücken zu können.

Finanzierung:
Wir haben uns nun nicht für das Angebot der Allianz entschieden sondern für das Angebot der MünchenerHyp. Diese hatte kurzzeitig sogar einen Kredit für 2,06% im Angebot, aber so schnell konnten wir nicht alle Unterlagen besorgen. Die Allianz hat ihre Konditionen mittlerweile verschlechtert. Hier hätten wir aber noch frühzeitig ein Angebot sichern können, wir haben sie abgelehnt, da sie nur 9 Monate bereitstellungsfreie Zeit hat und eine Antragsbearbeitung von 45 Tagen.
Da wir den Kredit etwas erhöhen mussten erhöhte sich damit natürlich auch die monatliche Rate. Wir haben uns dann entschieden eine Sollzinsbindung von 33 Jahren einzugehen. Dadurch haben wir die Rate deutlich drücken können, welche ansonsten unveränderbar während der Laufzeit ist. Durch Sondertilgung haben wir aber die Möglichkeit die Laufzeit von 33 Jahren zu beeinflussen. Dies vergünstigt dann natürlich auch die Gesamtzinszahlungen über die Laufzeit. Insgesamt konnten wir uns nun 2,25% sichern (0,05% Rabatt durch Nachhaltigkeitsrabatt wenn man mindestens KfW70 hat, dies ist aber Standard).

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UPDATE 12.04.2017
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Leider haben wir von der MünchenerHyp eine Absage bekommen, da wir die Gewerke einzeln ausschreiben. Dies will die Bank nicht.

Dies ist sehr ärgerlich, da die Zinsen in der Zwischenzeit wieder gestiegen sind.

Wir haben jetzt Alternativen von der Ergo Bank bekommen, allerdings werden die Konditionen täglich schlechter.
Alternative A: 25 Jahre Zinsbindung, 33 Jahre Laufzeit zu 2,26%
Alternative B: 30 Jahre Zinsbindung, 33 Jahre Laufzeit zu 2,43

Wir haben uns für letztere Variante entschieden, denn in den letzten Jahren werden massiv die Schulden abgebaut. Man hat nach 25 Jahren noch fast 1/3 der Schulden, diese wollten wir dann nicht erneut zu einem dann höheren Zins anlegen müssen.

Die Bearbeitung des Kredits ging mit eineinhalb Wochen sehr schnell. Bis zur Auszahlung des ersten Geldes kann jedoch noch gut ein Monat vergehen. Nachdem wir beim Notar waren muss nun das Grundbuchamt die Grundschuld eintragen, dies kann dauern. Mit 3 Wochen sollen wir mindestens rechnen. In Internetforen liest man auch von 6-8 Wochen. Bei der Ablösung der bisherigen Grundschuld durch die vorherige Bank recht der neuen Bank zum Glück die Löschungsbewilligung der bisher eingetragenen Bank. Bis zur Geldauszahlung muss nicht noch das Grundbuchamt die Löschung durchführen, dies hat bei uns zuletzt, als wir es gekauft hatten wirklich fast 8 Wochen benötigt (Sommerurlaub, Elternzeit etc., Behörden haben Zeit).

Aber auch die Sparkasse, die die Löschungsbewilligung erstellt, benötigt ihre Zeit. 2 Wochen darf man hier auch gut einkalkulieren.

Update: Zeitkritisch ist aber eher das Grundbuchamt, denn nach 1er Woche hat der zuständige Mitarbeiter das Schreiben gerade mal erhalten – aber er war natürlich im Urlaub. Daher beginnt die Bearbeitung erst 2 Wochen nach dem Notartermin..

Update mitte Juni: Endlich haben wir die erste Kreditrate erhalten. Der gesamte Prozess der Löschungsbewilligung war sehr langwierig, da es über einen Treuhändler lief. Man darf hier also gut 3-4 Wochen einkalkulieren, insbesondere wenn es auf Grund der Feiertage auch noch kurze Wochen sind. Nun steht noch die endgültige Löschung des Eintrages der Sparkasse aus. Dies muss aber wieder über den Notar laufen, der soll schließlich nicht arm werden 😉

Architektin Frau König

Von unserem Bauleiter bekamen wir die Architektin Frau König empfohlen.
http://kontakt-3.dastelefonbuch.de/Verl/Margret-König-u-Bernd-Wenzky-König-Verl-Holter-Str.html

Erste interessante Erkenntnis:
Nachdem wir der Architektin die Maße der Hausskizze von Heinz von Heiden vorlegten und sie nachrechnete kam sie nicht auf die geplanten 165qm sondern auf über 180qm.

Zwar waren wir mit dem Zeichnung von Heinz von Heiden schon recht zufrieden, aber schnell merkten wir, dass ein erfahrener Architekt noch einige gute Vorschläge hat. Flure wurden noch verändert so dass das Haus auch im Alter gut umgestaltet werden kann und wir haben einen Wäschschacht einplanen können. Auch wichtige Hinweise wie „sie können hier doch keinen Lichtschacht planen, dort soll doch später evtl. eine Garage hin“ ließen uns hellhörig werden was uns denn bisher aufgeschwatzt wurde und woran man noch gar nicht gedacht hatte.

Nach ca. 6-8 Wochen Planung stand der Plan, Anfang Januar 2017 haben wir den Bauantrag eingereicht. Bzw. bei uns reichte ein Baufreistellungsantrag, da das Gebiet schon als Baugebiet ausgewiesen ist. Der Unterschied liegt in der Länge der Bearbeitung und den Kosten. Letzteres ist deutlich günstiger und schneller.

Fairerweise muss man sagen, dass die meiste Zeit bei der Planung nicht durch die Architektin benötigt wurde sondern durch uns. Wir mussten uns häufig noch klar werden was wir jetzt wollen. Z.B. dauerte es etwas länger „noch schnell“ die Küche zu planen, falls hierfür noch Fenster oder Türen versetzt werden müssten, sollte dies im Vorfeld geklärt sein.

Somit haben wir jetzt am Ende auch schon unsere Küche fertig geplant. Hier können wir Küchen Schmidt in Rheda-Wiedenbrück empfehlen (http://kuechen-schmidt.eu), gute Beratung, gute Ideen, faire Preise. Empfehlen können wir hier die Aktionswochen, dort gibt es teils 60% Rabatt auf die Küchen (ja, es ist halt alles Verhandlungssache bei den Möbeln).  Man kann die Küche auch in Ruhe planen und dann in der Aktionswoche kaufen. Wichtig ist nur, dass man hier vorher plant und keinen Zeitdruck hat. Die Lieferzeiten sind aber ok, ca. 6-8 Wochen. Wurde uns zumindest versprochen, Erfahrungen kann ich erst am Ende berichten 🙂

######Update 24.03.2017 ###########

Küche ist nun gekauft. Wir sind wohl sehr früh dran, normalerweise kaufen die meisten ihre Küche mitten im Baustress sagte uns der Verkäufer. Dafür konnten wir einen sehr guten Preis heraushandeln. Die Frühe Planung hat also nicht nur Streß, sondern auch Geld gespart 🙂

 

Neuer Bauunternehmer Werner Meierhoff

Nach langem hin und her haben wir uns gegen Heinz von Heiden entschieden. Wir hatten, wie im letzten Beitrag geschrieben, ein sehr ungutes Gefühl beim Vertrag. Für einen ordentlichen, fairen Vertrag hätte es noch sehr, sehr viele Versionen und Überarbeitungen benötigt.

Interessant Anmerkung: Auf unsere E-Mail, dass wir uns gegen Heinz von Heiden entschieden haben, gab es nie wieder eine Rückmeldung. Den Kunden irgendwie zu halten zu versuchen schien wohl nicht der Mühe wert. Das bestätigte uns in unserer Entscheidung NICHT mit HvH zu bauen.

Wir sind jetzt auf einen lokalen Bauunternehmer zurück gegangen: Werner Meierhoff
http://baubetreuung-meierhoff.de

Dafür gab es mehrere Gründe:

  • Der wichtigste: Er sagte uns, er könne zu ähnlichen Konditionen bauen wie Heinz von Heiden – also bezahlbar und nicht überteuert
  • Er bekommt einen Vertrauensvorschuss: Er ist ein sehr guter Bekannter aus von einem Verwandten von mir, daher weiß ich, dass er vertrauenswürdig ist
  • Die Aussage von Meierhoff: „Ich habe 40 Jahre Erfahrung und in den letzten Jahren meiner Selbstständigkeit viele Projekte gemacht in denen alle Bauherren absolut zufrieden waren. Ich zeige Ihnen meine letzten Kunden und sie suchen sich einen belieben aus und fragen ihn über den Bau und ob er mit mir zufrieden war“ – interessantes Angebot. Haben wir auch gemacht, zufälliger Weise ebenfalls ein früherer Bekannter aus meiner Kindheit (ja, wenn man lokal unterwegs ist, ist die Welt wieder klein). Er ist vor einem halben Jahr eingezogen und voll zufrieden
  • Meierhoff kennt, gefühlt, jeden in der Umgebung der mit Bau zu tun hat. Daher konnten wir den Umkehrschluss machen: Wir haben einen bekannten Handwerker über Meierhoff befragt: Ja er kannte ihn, ja Meierhoff ist absolut vertrauenswürdig und ehrlich

Auch wenn jeder Mensch so seine Eigenheiten hat, bekam Meierhoff einen Vertrauensvorschuss und in der Tat ging es nun mit strammen Tempo vorran. Er übernimmt für uns die Planung des Hauses, die Ausschreibung der Gewerke und die Baubetreuung. Gelegentlich bekamen wir auch Hausaufgaben nach unseren Treffen (sie als Bauherren müssen noch a, b und c entscheiden (z.B. Dachabschluss, Schiefer oder Metall, welche Klinker, etc). und noch folgende Infos einholen etc.). Jetzt hieß es nicht mehr 2 Wochen warten auf eine E-Mail Antwort sondern Rückruf am nächsten Morgen um 8Uhr. Oder Teils auch E-Mail Antworten am Sonntag (ja immer diese Selbstständigen = selbst und ständig).

Natürlich bedeutet diese Entscheidung, dass wir nun alle Gewerke und Tätigkeiten einzeln vergeben müssen. Dies beinhaltet natürlich ein größeres Risiko, da die kalkulierten Preise nur auf Erfahrungs- und Schätzwerten beruhen und es keinen Festpreis für das Haus gibt. Dafür hat man die Möglichkeit die Gewerke einzeln zu planen und muss keine generellen Standards befolgen. Ein weitere Vorteil ist, dass wir nun ein paar Gewerke an bekannte Handwerker aus dem Freundeskreis vergeben können wo man dann Freundschaftspreise bekommen kann, da man hier selber die Freunde unterstützen kann.

Leider ist die Empfehlung für die Baubetreuung von Werner Meierhoff lokal begrenzt, wer nicht in Gütersloh, Bielefeld, Paderborn und Umgebung wohnt, für den ist diese Empfehlung nicht relevant.

Heinz von Heiden Vertragsanalyse

In den letzten Tagen haben wir uns intensiv mit der Analyse des Vertrages und der Bauleistungsbeschreibung (BLB) beschäftigt.

Insgesamt kann man sagen, dass die BLB, auch im Vergleich mit anderen BLBs, ausführlich ist, aber trotzdem viele offene Fragen zurück lässt. Einiges wird Beschrieben als „vom Auftraggeber zu tragen“, hier ist natürlich immer die Frage: wie teuer?

Keller:

Die meisten Überraschungen erlebt man beim Keller, dieser wurde zwar eingeplant und kostenmäßig geschätzt, aber hier mal die Auflistung was in den Kosten nicht enthalten ist:

  • Baugrube ausgeben
  • Baugrube nach Kellerfertigstellung wieder auffüllen
  • Bodenabtransport (war aber in fast keiner BLB enthalten)
  • Kellertreppe (!!) – der Auftraggeber ist für die Sicherung des Kellerlochs zuständig
  • Kellerfenster / Lichtschacht (!!) – hier waren nur die Aussparungen enthalten
  • Standardmäßig wird gemauert, ein Keller sollte aber gegossen sein, damit er dicht ist
  • Dränage
  • Sonstige Abdichtungen (graue/weiße Wanne) je nach Wasserstand
  • Kellertreppe ist offen, keine Mauer, dies sollte man natürlich unbedingt machen, man will ja nicht den Keller heizen
  • Entsprechende wärmedichte Kellertür nach Energiesparverordnung

Hier noch einige Dinge, die uns im Vertrag aufgefallen sind:

  • Sicherung der Baustelle
  • frostsichere Außenzapfstelle
  • Handlauf Treppe
  • elektrische Rolläden

Die Liste ist noch länger. Man muss die BLB also sehr genau lesen und sollte sich alles schriftlich geben lassen.

Zum Vertrag meinte unser Anwalt: Absolut inakzeptabel, den kann man so nicht unterschreiben, der muss an nahezu jeder Stelle nachgebessert werden.

Man sieht, es gibt viel zu planen und zu beachten.

Heinz von Heiden Bemusterung

Heute waren wir im Bemusterungszentrum in Isernhagen.

Der Aufenthalt hat ca. 4h gedauert, wobei wir 2h die Ausstellung besucht haben und noch 2h mit unserem Berater gesprochen haben. Insgesamt war die Ausstellung nicht so groß wie gedacht und es waren auch kaum andere Gäste da.

Die Auswahlmöglichkeiten bei den Fliesen sind ok, dort kann man fündig werden, auch im angegebenen Preisrahmen von 25 Euro, wobei natürlich die teureren Fliesen schöner sind. Allerdings bekommt man für 25 Euro im Bauzentrum (z.B. Happe) eine größere Auswahl bei ähnlichen Preisen.

Beim Bad ist die Standardausstattung zwar akzeptabel, hübsch ist aber anders, hier will man schnell etwas besseres. Für Besser gibt es dort auch einiges an Auswahl, bei den ca. 15 Badezimmermöglichkeiten war nur eine für die der Standardpreis galt.

Bei den Haustüren gibt es nur eine kleine Auswahl, nur 2 der gezeigten Haustüren sind im Inklusivpreis, der Rest kostet einen Aufpreis.

Die Fenster sind ok, hier lohnt es sich nicht unbedingt einen Aufpreis zu nehmen.

Bei der Treppe ist die Standardausführung wirklich grausig, allerdings wollten wir eh eine Stahlbetontreppe.

 

Insgesammt kann man sagen, dass die im Preisenthaltenen Waren akzeptabel sind, aber nicht immer hübsch. Die Ausstellung beinhaltet aber größtenteils Gegenstände für die man einen Aufpreis zahlen muss. Es gibt meist ein bis zwei enthaltene Optionen, der Rest kostet mehr.

Bauherrenwahl

Nach dem Kauf des Grundstücks steht nun die Wahl der Bauherren an oder anders ausgedrückt: Wer kann uns bezahlbar ein Haus bauen?

Ziel: Ein Haus mit 6 Zimmern, ca. 160qm, vollunterkellert für ca. 300.000 EUR inkl. Baunebenkosten.

 

Architekt:

Wir sprachen mit 3 Architekten, wohl in NRW als auch in Sachsen Anhalt, wo Verwandte wohnen und die Architekten teils weniger als die Hälfte nehmen als in NRW. Architekten in Sachsen Anhalt fielen dann doch raus, da es nötig ist, dass eine tägliche Bauüberwachung statt findet, diese kann über eine Distanz von über 300km nicht geleistet werden. Architekten in NRW kalkulieren zwischen 1700 und 2700 EUR pro qm Haus. Damit über unserem Budget.

Bei den Anfragen wollten wir im Baubuget auch noch Reserve für unsere Sonderwünsche haben wie Lüftungsanlage mit Wärmerückkopplung (~9000-11.000 EUR), wenn möglich Klinker (~15.000 EUR), Betontreppe (~4000 EUR) und andere Kleinigkeiten.

 

Lokale Baubüros:

Conzepthaus (Bielefeld): ca. 250.000 für das Haus, 50.000 Keller. Baunebenkosten (BNK) schätzen wir auf ca. 30.000, damit leicht zu teuer. Anbieter hat aber einen guten Eindruck hinterlassen. Ohne Klinker, ohne Lüftungsanlage

Splietker (Rheda): ca. 290.000 für das Haus, 31.000 Keller, BNK 30.000 EUR. Der Anbieter machte einen sehr kompetenten Eindruck, aber leider deutlich über unserem Budget.

Kelle: Haus + Keller 330.000 EUR, damit deutlich zu teuer.

 

Bauträger Massivbauhaus:

Von Bauträgern versprachen wir uns auf Grund deren eher standardisiertem Angebot günstigere Preise. Allerdings muss man bei den genannten Preisen meist noch mit Aufpreis rechnen für z.B. elektrische Rollläden, Betontreppe (alle haben im Standard nur eine Holztreppe) und viele Kleinigkeiten.

Viebrock: Sehr viele gute Bewertungen im Internet, bauen nur noch KfW 40 Häuser, daher viel zu teuer: Haus 300.000 EUR, Keller 70.000 EUR, BNK 45.000 EUR.

Hein von Heiden: Das bisher günstigste Angebot, auch wenn einige Leistungen nicht inklusive sind: Haus: 160.000 EUR, Keller 40.000 EUR, BNK 30.000 EUR.

Favorithaus: Haus: 276.000 EUR inkl. Keller.

Helma: Haus ~230.000 EUR, Keller 65.000 EUR, BNK 25.000 EUR

 

Bauträger Fertighaus:

Allkauf: 276.000 EUR (Schlüsselfertig), BNK 30.000

Scanhaus: 208.000 EUR plus Keller (EUR ?)

Kauf oder Neubau?

Am Anfang stand die Frage: Ein Grundstück kaufen und ein Haus darauf bauen oder ein Haus kaufen?

Ich denke jeder wird am liebsten sein eigenes Haus bauen, daher hier die Argumente Pro und Kontra Haus kaufen.

Pro Haus kaufen:

  • Kaufpreis kalkulierbar
  • Häufig mit Garage
  • Alles drum herum (Garten, Vorgarten, Terasse etc.) fertig

Nachteile Haus kaufen:

  • Grunderwerbssteuer von (NRW 2016) 6,5% fällt auf den gesamten Hauskauf an, ebenso Notarkosten von ca. 2% und Maklergebühr von 3,57%
  • Zu den Kaufkosten kommen häufig noch Umbaukosten, da das Haus nie zu 100% den Vorstellungen entspricht
  • Evtl. versteckte Schäden
  • Je nach Alter des Hauses sollte man bereits Geld für Reperaturen beiseite legen, z.B. Heizung, Fenster etc. Dies fällt bei einem Neubau erst später an
  • Die Preise sind aktuell für Häuser so hoch, dass kaum finanzieller Spielraum für Umbauten und Anpassungen bleibt
  • Wir benötigen 6 Zimmer (2 Büros)
  • Wir wollen voll unterkellert

Nachteile Haus bauen:

  • Grundstück muss gekauft und vor allem gefunden werden
  • Baukosten schwieriger zu kalkulieren und zur Zeit ebenfalls sehr hoch

 

Nachdem wir einige Zeit sowohl nach fertigen Häusern als auch nach Grundstücken gesucht haben, stellten wir fest, dass es kaum bezahlbare Häuser gab, die unseren Vorstellungen (6 Zimmer + Keller) entsprachen und dabei noch eine gute Lage hatten.

Generell spielte die Lage eine Rolle, da sich der Weg zur Arbeit (bei mir Gütersloh, bei Berit Schloß Neuhaus) nicht deutlich verschlechtern sollte und maximal 30 Min. Autofahrt nicht überschreiten sollte.

Der Grundstückskauf:

Wir hatten ziemliches Glück: Nachdem wir ein Grundstück in einem Neubaugebiet gesehen hatten, welches allerdings sehr ungünstig direkt an einem Kreisverkehr gelegen war, erfuhren wir vom Bauamt, dass dort noch mehrere Grundstücke zum Verkauf stehen, allerdings von privat. Und dass diese Grundstücke wahrscheinlich bald verkauft werden, da die Erschließungskosten fällig werden. Nur einen Verkäufer-Namen durften die Behörden aus Datenschutzgründen nicht herausgeben. Daher fragten wir uns einfach bei den umliegenden Bauern durch und wurden gleich im ersten Gespräch fündig :o)

Das Grundstück in Schloß Holte war gefunden und das zu einem bezahlbaren Preis, ohne Maklergebühren. Wir hätten zwar lieber ein Grundstück in Verl erworben, aber dort liegen die Preise mit zwischen 250 – 400 EUR/qm doppelt so hoch.

Unser Baublog

Hier werden wir über alles rund um unseren Bau berichten.