{"id":47,"date":"2014-03-31T00:02:33","date_gmt":"2014-03-30T23:02:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.md-technologie.de\/MDBlog\/?p=47"},"modified":"2021-01-28T09:11:03","modified_gmt":"2021-01-28T08:11:03","slug":"recover-raid-1-data-from-linux-lvm2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.md-technologie.de\/MDBlog\/recover-raid-1-data-from-linux-lvm2\/","title":{"rendered":"Recover RAID 1 data from Linux LVM2 from Promise SmartStore NS4600"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zusammenfassung:<\/strong><br \/>\nMit diesen Befehlen liest man eine LVM2 Raid 1 Partition ein:<\/p>\n<p>Ein Linux System starten (z.B. Knoppix 7.2 ) und ggf. das Programm vgscan installieren.<\/p>\n<p>Folgende Befehle ausf\u00fchren:<\/p>\n<p>sudo vgscan&nbsp; \u2192 findet logisches lvm Laufwerk zB vg002<br \/>\nsudo vgchange vg002 -a y &nbsp; \u2192 erzeugt dev Laufwerk von der Festplatte<br \/>\nsudo mkdir \/irgendwas&nbsp; \u2192 Ordner zum Mounten erstellen<br \/>\nls \/dev\/vg002 &nbsp;\u2192 Listet alle Unterordner in vg002 auf<br \/>\nsudo mount \/dev\/vg002\/lv001&nbsp; \/irgendwas &nbsp;\u2192 Mounten, den letzten Ordner kann man per Tab auslesen<\/p>\n<p>Siehe auch:&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.softpanorama.org\/Commercial_linuxes\/LVM\/recovery_of_lvm_partitions.shtml\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.softpanorama.org\/Commercial_linuxes\/LVM\/recovery_of_lvm_partitions.shtml<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ausf\u00fchrliche Geschichte:<\/strong><\/p>\n<p>Ausgangssituation: Ich besitzte einen NAS mit 4 HDD Einsch\u00fcben (Promise NS4600 ). Jeweils zwei Festplatten befinden sich in einem Raid 1 (Spiegelung \/ Mirror) Verbund.<\/p>\n<p>Warum Raid 1? Zuerst hatte ich es mit einem Raid 5 Verbund versucht, dies ist jedoch mit normalen Festplatten nicht zu empfehlen, da kleine Lesefehler dazu f\u00fchren, dass sich der Raid neu aufbauen muss, bei einer Raid-Festplatte ist dies nicht der Fall. Bei hatte ich noch w\u00e4hrend des Raid 5 &#8211; Rebuilds einen weiteren Fehler, der dazu f\u00fchrte, dass eine Festplatte f\u00fcr eine Millisekunde aus dem Raid genommen wurde. Da nun 2 Raidplatten &#8222;ausgefallen&#8220; waren, waren alle Daten verloren. Zu den Unterschieden:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.forum-3dcenter.org\/vbulletin\/archive\/index.php\/t-448581.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.forum-3dcenter.org\/vbulletin\/archive\/index.php\/t-448581.html<\/a><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\neines der wichtigsten unterschiede ist wohl TLER:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.forum-3dcenter.org\/vbulletin\/showthread.php?t=439787\">http:\/\/www.forum-3dcenter.org\/vbulletin\/showthread.php?t=439787<\/a><\/p>\n<p>bei einem defekten sektor versuchen normale desktop-platten, diesen sektor unter allen umst\u00e4nden wieder einzulesen. ist ja auch sinnvoll, ansonsten w\u00e4ren die daten futsch. allerdings reagiert w\u00e4hrend dieser zeit die festplatte auch nicht mehr. in einem server ist sowas nat\u00fcrlich ziemlich kritisch, und f\u00fcr die fehlerkorrektur ist bei einem raid-system auch nicht mehr die festplatte selbst zust\u00e4ndig, sondern der controller. wenn der controller jetzt feststellt, da\u00df die platte nicht mehr reagiert, wird sie kurzerhand aus dem raid-verbund geschmissen.<br \/>\nbei den raid-platten ist diese zeit zur fehlerkorrektur auf wenige sekunden beschr\u00e4nkt. so liefert die platte zwar vielleicht fehlerhafte oder garkeine daten, aber die fehler-korrektur \u00fcbernimmt der raidcontroller mithilfe der anderen platten. daf\u00fcr bleibt aber die platte weiterhin im raid-verbund und kann zumindest die restlichen daten liefern.<\/p>\n<p>ein weiterer unterschied ist soweit ich wei\u00df die laufzeit der platten. die raid-edition ist f\u00fcr 24\/7-betrieb ausgelegt, bei den desktop-platten wird das nicht garantiert. au\u00dferdem haben die raid-platten eine garantie von 5 jahren, die normalen platten haben nur 3 (?) jahre.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>Ich hatte zur letzt folgendes Problem:<\/p>\n<p>Nachdem ich zwei der Festplatten in meinem NAS gegen gr\u00f6\u00dfere TB Festplatten ausgestauscht hatte, wollte ich noch einen Filecheck machen. Dabei hat sich der NAS jedoch aufgeh\u00e4ngt. Es blieb nur noch die M\u00d6glichkeit eines Hardware-Resets (vom Support empfohlen). Allerdings muss der Raid eines Verbundes besch\u00e4digt worden sein, sobald die Festplatte 3 oder 4 noch im NAS war, war der NAS nicht ansprechbar. Die Support Empfehlung war den Raid neu aufzubauen&#8230; dies bedeutet nat\u00fcrlich einen kompletten Datenverlust.<\/p>\n<p>Aus EXAKT diesem Grund hatte ich mich anfangs f\u00fcr einen Raid 1 Verbund entschieden: Ich wollte im Notfall die Festplatten an meinem PC anschlie\u00dfen k\u00f6nnen und noch auf die Daten zugreifen k\u00f6nnen. Da die Daten bei einem Raid 1 Verbund normal auslesbar auf beiden Festplatten geteilt werden, stellte ich mir dies auch recht einfach vor. Weit gefehlt.<\/p>\n<p>Bei dem Software Raid (dies haben eigentlich alle Consumer Ger\u00e4te unter 1000 Euro) von Promise wird zur Datenverwaltung ein Linux LVM2 verwendet ( Linux Logical Volume Manager ). Dieser k\u00fcmmert sich um den Raid.<\/p>\n<p>Wenn ich die Festplatte dirkt in meinen PC einbaue oder per USB als externe Festplatte einbinde erhalte ich nur die Meldung, dass keine Partition gefunden wird, die Festplatte f\u00fcr Windows also leer ist.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Gedanke war sie unter Linux einzubinden, da der NAS ja ein Linux-System ist und Windows keine Dateisysteme wie ext erkennt. Aber auch hier wurde von Linux keine Partition gefunden.<\/p>\n<p>Vom Support wurde mir noch das Tool<strong> TestDisk<\/strong> empfohlen. Dies soll ein sehr gutes Programm zur Wiederherstellung verlorener Partitionen sein. Es hatte auch teilweise funktioniert, da es die LVM2 und LVM2 Swap Partition gefunden hat. Daher kam ich \u00fcberhaupt auf LVM. Die Dateistruktur konnte mir das Programm jedoch auch nicht anzeigen.<\/p>\n<p>Als letzten Versuch habe ich es mit verschiedenen Wiederherstellungsprogrammen versucht, zB OnTrack Easy Recovery, sogar in der Version OnTrack Easy Recovery Enterprise, welches als einzige Version die Erkennung von Raids unterst\u00fctzt. Im normalen (nicht Raid) Wiederherstellungsmodus wurden zumindestens alle Daten gefunden, jedoch nur die Rohdaten ohne Metadaten wie Ordnerstruktur oder Dateinamen. Eine Liste von &gt;10.000 jpg Dateien ist f\u00fcr mich jedoch kein gelungener Rettungsversuch.<\/p>\n<p>Zuletzt hat mir ein Linux-Kenner geholfen. Man muss dazu verstehen, dass LVM eine logische Struktur anlegt in welcher die Raid Partition abgelegt wird. Man muss Linux also quasi nur sagen wo er die Partition findet, im Normalfall \u00fcbernimt dies LVM. Daher ist zur Wiederherstellung eine Linux-Distribution wie Knoppix (ich habe die Version 7.2 genutzt) erforderlich. Zur Erkennung der von LVM erstellten Struktur ben\u00f6tigt man noch das Tool vgscan. Das Auslesen der Festplatte geht mit den folgenden Befehlen:<br \/>\n(sudo ist der Befehl alles als Super Admin auszuf\u00fchren)<\/p>\n<p><strong>sudo vgscan<\/strong>&nbsp; \u2192 findet logisches lvm Laufwerk zB vg002<br \/>\n<strong>sudo vgchange vg002 -a y<\/strong> &nbsp; \u2192 erzeugt dev Laufwerk von der Festplatte, -a y bedeutet jede Abfrage mit yes zu beantworten<br \/>\n<strong>sudo mkdir \/irgendwas<\/strong>&nbsp; \u2192 Ordner zum Mounten erstellen<br \/>\n<strong>ls \/dev\/vg002<\/strong> &nbsp;\u2192 Listet alle Unterordner in vg002 auf<br \/>\n<strong>sudo mount \/dev\/vg002\/lv001<\/strong>&nbsp; \/irgendwas &nbsp;\u2192 Mounten, den letzten Ordner kann man per Tab auslesen, nachdem man \/dev\/vg002\/ eingetippt hat<\/p>\n<p>Siehe auch:&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.softpanorama.org\/Commercial_linuxes\/LVM\/recovery_of_lvm_partitions.shtml\">http:\/\/www.softpanorama.org\/Commercial_linuxes\/LVM\/recovery_of_lvm_partitions.shtml<\/a><\/p>\n<p>Tipp: Netzlaufwerk mounten: sudo mount \/\/192.168.0.123\/meinOrdner \/mnt\/meinLinuxMount -o username=user<br \/>\nDas Passwort wird immer ohne die Anzeige von Sternchen oder \u00e4hnlichem eingegeben.<\/p>\n<p>Weitere n\u00fctzliche Links f\u00fcr einen Promise NAS:<br \/>\nhttp:\/\/kb.promise.com\/KnowledgebaseArticle10195.aspxhttp:\/\/www.linuxjournal.com\/article\/8874<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zusammenfassung: Mit diesen Befehlen liest man eine LVM2 Raid 1 Partition ein: Ein Linux System starten (z.B. Knoppix 7.2 ) und ggf. das Programm vgscan installieren. Folgende Befehle ausf\u00fchren: sudo vgscan&nbsp; \u2192 findet logisches lvm Laufwerk zB vg002 sudo vgchange vg002 -a y &nbsp; \u2192 erzeugt dev Laufwerk von der Festplatte sudo mkdir \/irgendwas&nbsp; \u2192 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[22,21,24,23],"class_list":["post-47","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-lvm2","tag-raid-1","tag-recover","tag-wiederherstellung"],"views":23056,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.md-technologie.de\/MDBlog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.md-technologie.de\/MDBlog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.md-technologie.de\/MDBlog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.md-technologie.de\/MDBlog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.md-technologie.de\/MDBlog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=47"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.md-technologie.de\/MDBlog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":179,"href":"https:\/\/www.md-technologie.de\/MDBlog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47\/revisions\/179"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.md-technologie.de\/MDBlog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=47"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.md-technologie.de\/MDBlog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=47"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.md-technologie.de\/MDBlog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=47"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}